Traumatherapie bei struktureller Dissoziation Viele bekannte Symptombilder, wie z.B. Traumafolgebelastungen, die frühere Multiple Persönlichkeitsstörung (heute: Dissoziative Identitätsstörung, besser: Dissoziative Identitätsstruktur), Persönlichkeitsstörungen, aber auch Suchterkrankungen und verschiedene psychiatrische Diagnosen lassen sich unter Umständen besser und eindeutiger mit dem Konzept der strukturellen Dissoziation erklären - und damit auch effektiver behandeln. Leider ist das Konzept, obwohl es Dank PH.D. Ellert Nijenhuis, PH.D. Onno van der Hart und KollegInnen mittlerweile neurowissenschaftlich belegt werden konnte, immer noch ein umstrittenes. Vielleicht, weil es vielen Menschen schwer fällt, Gewalt und Vernach- lässigung bzw. Verantwortungslosigkeit gegenüber Kindern in den Dimensionen zu denken, dass sie eine mangelnde Integration der Persönlichkeit, ergo eine strukturelle Dissoziation, bedingen kann. Das Konzept der strukturellen Dissoziation ist jedoch ein Kontinuum, demnach auch ein Monotrauma wie ein Unfall eine - wenn auch viel kleiner und eingegrenzter stattfindende - Dissoziation auslösen kann, die dann die klassischen posttraumatischen Belastungs- symptome verursacht. Zwischen diesem Fall und der in mehrere Persönlichkeitsanteile gespaltenen Persönlichkeit sind viele Variationen und Erscheinungsformen möglich und sollten unbedingt im klinischen und psychotherapeutischen Alltag mitgedacht werden. Ich selbst habe durch intensive Fortbildungen bei Michaela Huber, MOSAIK, und Ellert Nijenhuis zu einer therapeutischen Arbeit gefunden, die sich an der subjektiven Wahrheit der Klientinnen orientiert und diese in den Mittelpunkt der Behandlung rückt. Die tiefe Würdigung dessen, was die Klientin mitbringt, so wie ich es vor allem von Ellert Nijenhuis verstanden habe, lässt sich, wie bereits unter Traumatherapie erklärt, sehr gut mit dem Respekt meiner feministischen Grundhaltung verbinden. Beide Perspektiven wissen, dass die Klientin die Expertin für sich selber ist, und dass es darum geht, sie (und all ihre Anteile) verstehen zu lernen, um ihr effektiv helfen zu können. Sollten Sie weitere Fragen hierzu oder zu Ihrer persönlichen Situation haben, nutzen Sie gerne eine der Kontaktmöglichkeiten. Ich gebe auch gerne Informationen und flankierende Begleitung zum Thema strukturelle Dissoziation bei schon bestehenden therapeutischen Verhältnissen, z.B. wenn der therapeutische Prozess in einer schwierigen Phase ist. Näheres unter Supervision.